Berichte von 10/2011

Halloween Party på amerikansk

Samstag, 29.10.2011

Nach langem Überlegen und zahlreicher schlafloser Nächte, weil mich die Muse einfach nicht küssen wollte, knutschte sie mich doch und zwar mitten in meinem Inspiritationsbummel durch die Geschäfte, als ich ein grüne Trollohren in der Warenauslage sah.

...Und BING! Ich verwandelte mich in die Oger Prinzessin Fiona (aus Shrek)!

Leider war die grüne Faschingsschminke nicht so intensiv wie erhofft, dafür konnte ich es aber mit grüner Glitzer-Schminke und meinen selbstgebastelten Oger-Ohren wieder kompensieren.

Die Gastgeberin hatte sich selbst übertroffen und das volle Halloween Programm aufgefahren, samt Muffin-Spinnen, Keks-Fingern, ausgehöhlten Kürbissen, einer Leiche in der Dusche und Horrorfilm Klassikern, die nebenher im Hintergrund liefen.

     

Nun, dass es mir schlussendlich doch an den Kragen ging war auf kurzer oder langer Sicht ja klar. Das passiert wenn man sich einen Abend lang als Oger Prinzessin ohne Shrek - der einen retten könnte - nur mit zwielichtigen Gestalten abgibt.

Meine Lieblingswerbespots im norwegischen Fernsehen

Montag, 24.10.2011

Das norwegische Fernsehen hat nicht nur coole Serien, wie M*A*S*H, Blackadder und Friends im Angebot, sondern auch superlustige Reklame. Hier sind meine Top 5. (Natürlich bin ich für die Inhalte in den Verlinkungen nicht verantwortlich.)

Apotekforeningen:    http://www.youtube.com/watch?v=CpyLZvtpqhI

DnB Nor:                   http://www.youtube.com/watch?v=C_8TGTKdrlY

Stratos Doble:          http://www.youtube.com/watch?v=l__4JwEhQ3E

Tine - Mr. Melk:         http://www.youtube.com/watch?v=qZytVCs4fzI

Vitaminbjørner:         http://www.youtube.com/watch?v=vBFm-QLK3iU

 

 

Dinge, die fehlen

Freitag, 14.10.2011

    Dinge, die mir in Norwegen fehlen:

  • Aromatischer Käse (Es muss ja nicht gleich die ABC-Alarm-Variante sein, aber ein bisschen mehr als nur Gulost und Norvegia darf es schon sein.)
  • Ein Pürierstab (Wieder mal müssen wir uns bei den Schweitzern bedanken. Sie können also nicht nur Schokolade herstellen oder deutsche Steuergelder verschwinden lassen, sondern auch Küchengeräte erfinden.)
  • Ordentliche Taschentücher (Nicht zu hart und nicht zu lasch. Die einen sind wie Schmiergelpapier und die anderen wie lose Watte.)
  • Weiße Schokolade (Mir wurde schon die Milchfüllung in der Kinder Schokolade als solches verkauft.)
  • Schwarzbrot
  • Kräutertee
  • SIX

 
Der einzige Kräutertee in norwegischen Supermärkten weit und breit (und dann auch noch Instant)...Typisch Ricola: Schmeckt wie'n Hustenbonbon.

 

Dinge, die mir zu Hause fehlen werden:

  • Nugatti Krønsjy (Besser als jedes Nutella, Belmandel o.ä. Absolut Sucht gefährend!)
  • Waffeln mit Brunost, Norvegia, Rømme (=saure Sahne) und Blaubeermarmelade
  • Nordlichter
  • Aerobicstunden im Kraft
  • Fretex (Der beste Secondhandladen für alles)
  • Urge Brause (Wird von Coca Cola produziert, aber nur hier verkauft. Mist.)
  • Spieleabende

Es ist soweit! Der erste Schnee ist da!

Donnerstag, 13.10.2011

Nach meinen ersten kleinen Schock gestern Mittag, während ich M*A*S*H sah, kam es nun heute dicke: Der erste Schnee ist da! Zwar bleibt er bis jetzt nur auf den Bergen liegen, Schneeregen gibt es aber auch schon in der Stadt, wovon ich höchstpersönlich gerade eben Zeuge geworden bin. Letzte Nacht hatte es hier noch ganz gut gestürmt mit allem drum und dran und heute Morgen, als ich in der Küche aus dem Fenster sah, bemerkte ich, dass der Schnee nun nicht mehr nur auf den umliegenden Bergspitzen vorhanden ist, sondern bis auf 200m Höhe sogar runtergekommen ist. WAHNSINN! Ich werde mich gleich mal auf den Weg machen, um vielleicht schon ein Paar Spikes für meine Schuhe zu kaufen. Und das alles Mitte Oktober...Das macht Lust auf mehr.

...Damit die armen, der Kälte ausgelieferten Statuen in Tromsø keinen Schnupfen bekommen, tragen sie nun alle einen leuchtpinkfarbigen Schal um ihren Hals. Ein echter Hingucker! Super!

Ab in den Süden! Mein Wochenende in Oslo

Samstag, 08.10.2011

Norwegian Airs Angebot sei Dank flog ich für ein verlängertes Wochenende eben mal nach Oslo (die paar 2000 km pro Strecke). Nach einer recht schlaflosen Nacht auf dem Tromsøer Flughafen und einem angenehmen Flug mit Shawn das Schaf, empfing uns Oslo mit dem schönsten Herbstwetter. Es juckte uns in den Füßen und wir machten uns sofort nach dem Einchecken im Hostel auf dem Weg um Oslo auf eigene Faust zu entdecken. Nach einer Weile saßen wir dann auf einer Parkbank an der Akerhus Festung und schliefen fast ein. „Ok, für Sighseeing bin ich definitiv zu müde. Ich kann noch nicht mal mehr die Informationstafeln auf englisch lesen. Es ist zu schwer.“ Also gingen wir stattdessen erst mal bummeln. Lachend

 

Frisch erholt ging es am nächsten Tag endlich los und wir schauten uns nicht nur die absolut coole Oper an – an der schon James Bond sich von seiner Schokoladenseite gezeigt hat – sondern auch noch mal die Akerhus Festningen in wachem Zustand, das königliche Schloss samt Wachablösung und Schlossgarten sowie die Innenstadt natürlich. Zu den absoluten Highlights zählen für mich der zweistündige Boat Trip über den Oslofjord bei Sonnenschein pur und der Besuch im Vigelandpark. Das ist eine hübsche Parkanlage mitten in der Stadt, wo unzählige Statuen vom Künstler Vigeland stehen, welche wirklich beeindruckend sind. Empfehlenswert! Last but not least: der gute alte bzw. neue Holmenkollen, auf den Spuren von Medaillenjägern des Skisprungs, Langlaufs sowie des Biathlons. Selbstverständlich lass ich es mir nicht nehmen einmal selbst auf der Holmenkollen-Skisprungschanze zu stehen (trotz Höhenangst, die übrigens durch meinen Norwegenaufenthalt so gut wie kuriert ist.) Springen durfte ich aber doch nicht. Zwinkernd Im Übrigen gibt es dort auch ein cooles Skimuseum mit u.a. den original Skiern und Gewehr von der norwegischen Biathlonlegende Ole Einar Bjørndalen!

Am Sonntag hab ich mir einen Oslo Pass geschnappt, welcher nicht nur die öffentlichen Verkehrsmittel für 24 Stunden beinhalten, sondern auch eine Museums-Flatrate. 6 Museen in 7 Stunden ist kein schlechter Schnitt (ohne großartig zu hetzen), nicht wahr? Stur wie ich bin, wollte ich trotz Dauerregens unbedingt ins Norsk Folkemuseum (ein Freilichtmuseum). Ein sehenswertes Museum, welches ich unbedingt noch mal bei gutem Wetter besichtigen möchte. 

Dieser Besuch endete damit, dass ich mit klitschnassen Füßen in die letzten 2 Museen gehen musste. Gut, ich hätte danach auch gleich ins Hostel zurückgehen können, aber dafür bin ich einfach zu sehr Dickkopf. Stattdessen hab ich mir noch das Barnamuseum, welches von Kindern gemalte Bilder aus aller Welt ausstellt sowie das Munch Museum angesehen. Lustigerweise kann man im Munch Museum NICHT sein berühmtestes Werk „Der Schrei“ ansehen. Das hängt nämlich in der Nationalgallerie. Also hab ich mir eine Postkarte vom Schrei gekauft. Das muss auch reichen.