Ab in den Süden! Mein Wochenende in Oslo

Samstag, 08.10.2011

Norwegian Airs Angebot sei Dank flog ich für ein verlängertes Wochenende eben mal nach Oslo (die paar 2000 km pro Strecke). Nach einer recht schlaflosen Nacht auf dem Tromsøer Flughafen und einem angenehmen Flug mit Shawn das Schaf, empfing uns Oslo mit dem schönsten Herbstwetter. Es juckte uns in den Füßen und wir machten uns sofort nach dem Einchecken im Hostel auf dem Weg um Oslo auf eigene Faust zu entdecken. Nach einer Weile saßen wir dann auf einer Parkbank an der Akerhus Festung und schliefen fast ein. „Ok, für Sighseeing bin ich definitiv zu müde. Ich kann noch nicht mal mehr die Informationstafeln auf englisch lesen. Es ist zu schwer.“ Also gingen wir stattdessen erst mal bummeln. Lachend

 

Frisch erholt ging es am nächsten Tag endlich los und wir schauten uns nicht nur die absolut coole Oper an – an der schon James Bond sich von seiner Schokoladenseite gezeigt hat – sondern auch noch mal die Akerhus Festningen in wachem Zustand, das königliche Schloss samt Wachablösung und Schlossgarten sowie die Innenstadt natürlich. Zu den absoluten Highlights zählen für mich der zweistündige Boat Trip über den Oslofjord bei Sonnenschein pur und der Besuch im Vigelandpark. Das ist eine hübsche Parkanlage mitten in der Stadt, wo unzählige Statuen vom Künstler Vigeland stehen, welche wirklich beeindruckend sind. Empfehlenswert! Last but not least: der gute alte bzw. neue Holmenkollen, auf den Spuren von Medaillenjägern des Skisprungs, Langlaufs sowie des Biathlons. Selbstverständlich lass ich es mir nicht nehmen einmal selbst auf der Holmenkollen-Skisprungschanze zu stehen (trotz Höhenangst, die übrigens durch meinen Norwegenaufenthalt so gut wie kuriert ist.) Springen durfte ich aber doch nicht. Zwinkernd Im Übrigen gibt es dort auch ein cooles Skimuseum mit u.a. den original Skiern und Gewehr von der norwegischen Biathlonlegende Ole Einar Bjørndalen!

Am Sonntag hab ich mir einen Oslo Pass geschnappt, welcher nicht nur die öffentlichen Verkehrsmittel für 24 Stunden beinhalten, sondern auch eine Museums-Flatrate. 6 Museen in 7 Stunden ist kein schlechter Schnitt (ohne großartig zu hetzen), nicht wahr? Stur wie ich bin, wollte ich trotz Dauerregens unbedingt ins Norsk Folkemuseum (ein Freilichtmuseum). Ein sehenswertes Museum, welches ich unbedingt noch mal bei gutem Wetter besichtigen möchte. 

Dieser Besuch endete damit, dass ich mit klitschnassen Füßen in die letzten 2 Museen gehen musste. Gut, ich hätte danach auch gleich ins Hostel zurückgehen können, aber dafür bin ich einfach zu sehr Dickkopf. Stattdessen hab ich mir noch das Barnamuseum, welches von Kindern gemalte Bilder aus aller Welt ausstellt sowie das Munch Museum angesehen. Lustigerweise kann man im Munch Museum NICHT sein berühmtestes Werk „Der Schrei“ ansehen. Das hängt nämlich in der Nationalgallerie. Also hab ich mir eine Postkarte vom Schrei gekauft. Das muss auch reichen.